Schwangerschaftsbeschwerden
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Schwangerschafts­beschwerden - Was hilft?


Schwangerschaftsbeschwerden sind leider nicht selten. Oft schon beginnen die Beschwerden in der Frühschwangerschaft, obwohl man rein äußerlich noch gar keine große Veränderungen sehen kann.

Im Körperinneren spielen sich jedoch komplexe Prozesse ab, die den gesamten Organismus und Stoffwechsel beeinflussen. Hormone, wie Östrogen, Progesteron und humanes Choriongonadotropin (Abk. hCG), unterstützen diese Prozesse. Dabei gerät ordentlich Bewegung in den Hormonhaushalt. Nicht selten zeigen sich unliebsame Begleiteffekte.


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Ein gewünschter Effekt des Hormons Progesteron, ist es beispielsweise, das Gewebe und die Muskulatur, insbesondere die Gebärmutter, lockerer zu machen. Leider aber macht das Hormon dabei keinen Halt vor dem Verdauungstrakt. Es ergeben sich häufig Verdauungsbeschwerden oder hormonell bedingtes Sodbrennen.

Zu den typischen Beschwerden in der Schwangerschaft zählen aber auch Schlafprobleme, Wassereinlagerungen oder -besonders häufig- Rückenschmerzen! Diese Beschwerden nehmen oftmals im Verlauf der Schwangerschaft zu oder treten zum Ende hin massiver auf, da das Baby nun ordentlich an Gewicht zulegt und viel Platz im Körper der Mutter einnimmt.


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Was also tun, wenn Schwangerschaftsbeschwerden den Alltag beeinträchtigen? Viele Medikamente, die theoretisch leicht Abhilfe schaffen könnten, sind in der Schwangerschaft TABU. Dass die Schwangerschaftsbeschwerden nach der Geburt meist schnell verschwinden, ist auch eher ein schwacher Trost, besonders wenn die Beschwerden einen normalen Tagesablauf unmöglich machen.

Zum Glück bist Du trotzdem nicht ganz machtlos. Denn gegen viele typische Schwangerschaftsbeschwerden gibt es effektive Hausmittel, die eine natürliche Abhilfe oder zumindest Linderung bewirken können. In diesem Artikel erhältst Du Tipps, was gegen die klassischen Beschwerden in der Schwangerschaft hilft:

Typische Beschwerden in der Schwangerschaft:


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Tipps gegen Schwangerschafts­beschwerden

Damit die Zeit vom Anfang bis zum Ende der Schwangerschaft möglichst unbeschwert genossen werden kann, ist es neben den obligatorischen und regelmäßigen Besuchen beim Frauenarzt gut, ein paar kleine Helfer zu kennen. Hier findest Du simple, aber effektive DIY-Tipps und Hausmittel, die Dir während der aufregenden 9 Monate sehr nützlich werden können.

Was hilft gegen ...

1. Sodbrennen

Auch wenn es nur ein schwacher Trost ist: Sodbrennen ist ein Leiden mit dem Du in der Schwangerschaft nicht alleine bist. Sehr viele Frauen leiden darunter. Manchen hilft es, ungeschälte Mandeln* zu kauen oder ein Glas Milch zu trinken.
Vermeiden solltest Du Süßigkeiten, stark zuckerhaltige Nahrungsmittel, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke, da dies zu einer Hyperazidität (Magenübersäuerung) beitragen und damit Sodbrennen fördern kann. Aber auch scharfe Gewürze, fettreiche Speisen, Frittiertes und Hefegebäck können sich ungünstig auswirken.

Bei Sodbrennen besonders wichtig:
★ Nimm Dir Zeit und Ruhe für's Essen!
★ Lieber mehrere kleine Mahlzeiten.

Lesetipp: Sodbrennen in der Schwangerschaft - Was tun?
Mandeln
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2. Verdauungsprobleme

Nicht selten führen die hormonellen und physiologischen Veränderungen während der Schwangerschaft zu einer trägen Verdauung. Hier können getrocknete Pflaumen, Leinsamen oder Indische Flohsamen* unterstützen.
Auf stopfende Lebensmittel, wie Bananen oder dunkle Schokolade solltest Du nun lieber verzeichten.
Häufig verursachen aber auch Eisenpräparate, die in der Schwangerschaft gegen Eisenmangel und Anämie (Blutarmut) verschrieben werden, eine Obstipation (Verstopfung). Manche Frauen vertragen deshalb die sog. Retard-/ Depotpräparate mit einer verzögerten Eisen-Freisetzung besser. Frage Deinen Frauenarzt zu den Vor- und Nachteilen.

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3. Schwangerschaftsübelkeit

Übelkeit während der Schwangerschaft existiert in allen denkbaren Nuancen, angefangen von der Abneigung gegen bestimmte Gerüche oder Lebensmittel, bis hin zu regelmäßigem Erbrechen. Ein Hoffungsschimmer ist, dass sich die Übelkeit bei vielen Schwangeren zum Ende des 1. Trimenons wieder einstellt.

KLEINE SNACKS:
Helfen können häufige, aber kleine Snacks, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Morgens am Besten schon vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen.

FÜR DIE SINNE:
★ Unangenehme Gerüche und Lebensmittel meiden.
Zitrusdüfte werden oft als angenehm empfunden.
★ Tipp: Aromatherapie mit Duftarmband*

AKUPRESSUR-ARMBAND:
Manchen Frauen hilft es, ein Akkupressur-Band zu verwenden, das um die Handgelenke getragen wird (z.b. Seabands)*.

Hinweis: Bei regelmäßigem Erbrechen, sollte ein Arzt aufgesucht werden, da es sich u.U. um eine Hyperemesis gravidarum handeln kann, die behandelt werden muss.
Duftarmband
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4. Schlafprobleme

Ein Stillkissen mit EPS-Mikroperlen* kann Dir bereits während der Schwangerschaft wertvolle Dienste erweisen. Verwende es als Lagerungs- und Seitenschläfer-Kissen. Selbstverständlich gibt es auch gute Stillkissen mit anderen Füllungen, wie Polyester oder Naturfüllungen. EPS-Mikroperlen haben aber den Vorteil, dass sie besonders gut anpassbar sind. Somit eignen sich die Kissen auch gut als Lagerungskissen.
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5. Innere Unruhe

Sind die Schlafprobleme weniger anatomisch, sondern eher durch innere Unruhe verursacht? Besorge Dir ein Lavendelsäckchen oder gebe etwas Lavendelöl auf ein Taschentuch und lege es in die Nähe des Kopfkissens. Am Besten eignet sich dazu Echtes Lavendelöl* (Lavandula Angustifolia, Syn. Lavendula Officinalis).

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6. Dehnungsstreifen

lassen sich leider nicht immer vermeiden, denn vieles hängt einfach vom Bindegewebe ab. Zur Vorbeugung ist ein Schwangerschaftsöl (z.B. von Weleda)* aber immer empfehlenswert, denn ein kleines Verwöhnprogramm tut der strapazierte Haut gut.
Wenn Du, vor allem im Sommer, eher auf eine herrlich erfrischende Zitrusnote stehst, ist das "Mama Bee" Body Oil (Burts Bees)* einen Kauf wert. Achte bevorzugt auf natürliche Inhaltsstoffe, ohne Mineralöle.
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7. Rückenbeschwerden

Hier kann ein Bauchgurt für Erleichterung sorgen (z.B. die Bracoo Bauchstütze*).
Wenn Dein Partner Dich massieren möchte, solltet ihr euch zuvor informieren, welche Massagetechnik dazu geeignet ist. ➜ Es gibt neuralgische Punkte, die nicht massiert werden dürfen und die Massage sollte auch nicht in Bauchlage durchgeführt werden. Außerdem dürfen nicht alle Schwangeren massiert werden (u.a. Risikoschwangere oder Frauen mit Diabetes).

Tipp: Viele Hebammen-Praxen bieten professionelle Schwangeren-Massagen oder Akupunktur für Schwangere gegen Rückenprobleme an.

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8. Wassereinlagerungen

Insbesondere geschwollene Beine treten in der Schwangerschaft recht häufig auf. Gerade im Sommer kann ein kühles Fußbad für Linderung sorgen. Meersalz* eignet sich hervorragend als Zusatz. Wenn Du fortdauernde Wassereinlagerungen in den Beinen hast, hole Dir vom Orthopäden passende Kompressionsstrümpfe.
➜ Dein Frauenarzt kann Dir diese verschreiben!
Ansonsten: Öfter mal die Beine hochlagern. Nimm dazu eine Rolle oder mehrere Kissen. Die Beine sollten höher als das Becken liegen, der Oberkörper sollte dagegen nicht zu sehr erhöht sein, damit das angestaute Wasser zurückfließen kann und sich dabei nicht im Becken staut.

Bitte beachten: Schmerzhafte Wassereinlagerungen an Händen oder Beinen können, insbesondere in Kombination mit weiteren Symptomen, auch Anzeichen einer Gestose (Schwangerschaftsvergiftung) sein. Bei Schmerzen oder unsicherheit solltest Du immer zum Arzt gehen.

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